Grenzüberschreitende Pflege
durch Grenzüberschreitende-Pflegeausbildung


Eine Ausbildung - zwei Diploma
(staatlich anerkannte/r Altenpfleger/in + Versorgende IG/Niveau III)


Gesamtevaluation


Gesamtevaluation

Mit dem Projekt „Grenzüberschreitende Pflege durch Grenzüberschreitende Pflegeausbildung“ wurden folgende Ziele verfolgt:
Die Durchführung eines Ausbildungsganges zur Pflegefachkraft für deutsche Studenten nach dem Altenpflegegesetz NRW von 1994 mit gleichzeitiger Anerkennung dieser Maßnahme als Ausbildung zur Pflegefachkraft (Verzorgende Niveau 3 IG) für die niederländische Pflege nach dem niederländischen wet BIG von 1983 und dem WEB von 1995. (Bidiplomierung)
Die Durchführung eines Ausbildungsganges zur Pflegefachkraft für niederländische Studenten nach dem niederländischen Ausbildungssystem mit gleichzeitiger Anerkennung dieser Maßnahme als Ausbildung zur Pflegefachkraft für die Altenpflege in Deutschland gemäß dem Altenpflegegesetz (Bidiplomierung).
Die Öffnung des Pflegemarktes in Deutschland für niederländische Pflegefachkräfte.
Die Öffnung des Pflegemarktes in den Niederlanden für deutsche Pflegefachkräfte.
Eine vergleichende Analyse pflegerischer Kompetenzen, pflegerischer Handlungsabläufe und ihre Organisation, wie sie in den Ausbildungssystemen der Niederlande und der Bundesrepublik Deutschland berücksichtigt sind.
Einen Beitrag zur Nutzung von wirtschaftlichen, pflegerischen und therapeutischen Ressourcen durch den Vergleich des Pflegewesens in den Niederlanden und der Bundesrepublik Deutschland.

Die Überprüfung dieser formulierten Hauptziele erfolgte im Rahmen einer Evaluation, welche sich aus drei Komponenten zusammensetzt (vgl. Abbildung).


Abbildung 1: Drei-S äulenmodell der Projektevaluation
Der dreijährige Ausbildungsverlauf wurde durch die Forschungsgesellschaft für Gerontologie e.V. (FfG) in Dortmund wissenschaftlich begleitet (vgl. Maly-Lukas 2005). Aufgabe der FfG war es, zu überprüfen, wie die Ausbildungskonzeption und die avisierten Prüfungsmodalitäten vor dem Hintergrund der Projektziele von den Schülerinnen und Schülern sowie den Dozentinnen und Dozenten bewertet wurden. Um den Prozess der Lernortkooperation zu untersuchen, wurden des Weiteren die Praktika und die damit verbundenen Kompetenzprüfungen in die Evaluation mit einbezogen.
Die beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie ihre Dozentinnen und Dozenten wurden während der Ausbildung kontinuierlich sowohl schriftlich als auch mündlich, einzeln und in Gruppengesprächen befragt. Zusätzlich wurde die Methode der teilnehmenden Beobachtung - zur Evaluation der Kompetenzprüfungen - angewendet.
Die Universität Enschede evaluierte den Prozess des Kompetenzerwerbs im Auslandspraktikum (vgl. Streumer, Böhm, Kho 2005).
Sie hatte eine Untersuchung durchzuführen, die den Kompetenzerwerb der Studenten des GPA-Projekts durch ihr Auslandspraktikum erforschen soll. Diese Untersuchung ergänzt die Evaluationen, die die Forschungsgesellschaft für Gerontologie an der Universität Dortmund durchgeführt hat. Die steuernden Fragen dabei waren : Wie läuft der Prozess des Wissenserwerbs der Studenten während ihrer Praktika ab und welche Faktoren beeinflussen diesen Prozess sowohl im positiven wie auch  im negativen Sinne? Die Untersuchung bestand aus drei Befragungen, die den Wissenserwerb während der Praktikumszeit erforschen sollten. An allen drei Befragungen nahmen jeweils acht Studenten der niederländischen wie der deutschen Seite teil. Gleichzeitig wurden die Pflegedienstleitungen, die Praxisbegleiter und die Praxisanleiter der Praktikanten/Studenten befragt.

Im Zeitraum von Oktober 2005 bis September 2006 wird die Evaluation des Gesamtkonzeptes des grenzüberschreitenden Kompetenzerwerbs im Mittelpunkt stehen. Dabei finden sowohl Prozesse und Ergebnisse aus der ersten als auch aus der zweiten Projektphase Berücksichtigung.


08.02.2012



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